file hockeymichl's Geschichten

15 Mai 2008 18:08 - 15 Mai 2008 18:16 #53 von Lord_Helmchen
In diesem Thema sind die "kleinen" Geschichten von hockeymichl aus dem ehemaligen Eisbären Fanforum zusammengefasst und verewigt. :-)

Die Forums-Insel

Hat nicht jeder von Euch einen Reiseführer daheim? Ich wage zu behaupten, dass in keinem dieser Bücher etwas über die so genannte „Forums-Insel“ zu finden ist. Diese ist auf den ersten Blick noch völlig unscheinbar und hat keine Berge, weshalb das Eiland auch als „Plattform“ bezeichnet wird. Sie liegt in der Oberpfalz und ist von den reißenden Fluten der Donau umgeben.

Es gibt hier tausende von Bewohnern, doch nur die wenigsten sind beim Besitzer der Insel tatsächlich registriert. Der Eigentümer ist ein echter Lord und trägt zur Abwehr mancher Neider immer ein kleines Helmchen mit sich. Da die meisten Bewohner lieber sparsam mit ihren Worten umgehen, kürzten sie seinen Namen schlichtweg auf Lord Helmchen ab.

Niemand auf der Plattform ist wirklich reich, doch alle Menschen die registriert sind, bekommen umgehend einen Computer zur Verfügung gestellt, um sich mit den anderen Artgenossen austauschen zu können. Sie heißen fortan „User“ und dürfen ihre Meinungen nach Belieben kundtun. Geschieht dies über Jahre hinweg in einer vernünftigen Art und Weise, wird dieser „User“ von Lord Helmchen vielleicht einmal zum „Administrator“ befördert.

Leute, die aus der Reihe tanzen und immer wieder andere Bewohner beleidigen, werden dagegen gesperrt und dürfen bis zu ihrer Begnadigung nicht mehr mit den anderen Personen kommunizieren. Ein Hintertürchen gibt es nicht, denn die Administratorentruppe ist unbestechlich.

Auch die Aufgaben der normalen Insulaner sind äußerst vielfältig. Sie weisen auf Geburtstage hin, streuen Gerüchte, verfassen Geschichten, geben Tipps ab oder stellen lustige Videos und Bilder zur Verfügung. Einige schreiben immer sachlich und versuchen dabei, sich nicht den Hauch von emotionaler Blöße zu geben.

Sogar die Outfits der Bewohner sind äußerst unterschiedlich. Man sieht rosa Brillen und neutrale Looks. Die Maler unter uns sehen immer schwarz, andere wiederum viel zu schnell rot.

Jeder besitzt zudem ein kleines Eisradio und kann hierbei sogar das Programm aktiv mitgestalten. Abends wird sich oftmals im Chatraum getroffen und jeder kann dadurch im Sekundentakt seine Kommentare abgeben. Einige schreiben so viele Beiträge, dass sich ihre Hand innerhalb kürzester Zeit zur Eisbärenpranke entwickelt, andere sind dafür äußerst schweigsam und werden immer Neulinge bleiben.

Natürlich hat jeder „User“ auch einen eigenen Namen, sonst wäre eine Unterscheidung bei der großen Anzahl an Kommentaren nicht mehr möglich.

Es gibt spießige Toc`s, schleichende Gecko`s, junge earthix`s, chattende Steve`s, strahlende Joker und viele, viele mehr. Manche Prominente agieren stets nur unter Decknamen und doch weiß jeder, wer dahinter steckt. Der am häufigsten vergebene Inselpass ist auf den Namen „Chris“ ausgestellt, doch auch die Suche nach „Tom`s“ und „Flöhen“ mit dem dazugehörigen Wohnblock verläuft schnell erfolgreich.

Die meisten Bewohner stehen sehr früh auf und ziehen sich erstmal eine Weissesocke an. Die Zahnpflege darf dabei nicht zu kurz kommen, deshalb gibt`s morgens Aronal und abends lMaxl. Wer einen Blick über seinen PC wirft, kann bei nebligem Wetter 27 Eisbären entdecken. Herrscht auf der Forums-Insel Föhn, können es auch schon mal knappe 5000 sein, wobei einer davon ein Dancing-Eisbär ist und sogar zur Musik der bezaubernden Jeanne tanzt. Der Insulaner von heute genießt aber auch gerne die Ruhe und gönnt sich dann eine Goasmass aus dem Becher. Früh steht also schon fest: Blau hammer! Der Alkoholtest auf der 93 Meter langen Blue Line verläuft zwar noch reibungslos, aber spätestens die Knutschi- oder Schnuffiprobe überführt den Bewohner. So richtig abschalten kann er seinen Computer aber weiterhin nicht. Wie auch, wenn einem nur kurze Zeit später ein exberliner die Worte „det meen ick och“ in die Tasten knallt und anonyme Trommler und Ärzte ihrem Hobby freien Lauf lassen.

Zwar kennen sich die meisten Menschen hier nur durch gegenseitigen Schriftverkehr, dennoch fühlt man zu diversen Personen eine gewisse Verbundenheit. Gleiche Meinungen schweißen zusammen, andere Ansichten sorgen dagegen für teils nicht gerechtfertigtes Unverständnis. Durch diese Plattform entwickelten sich schon viele gute Bekanntschaften und nicht minder dicke Freundschaften, häufig sogar, ohne seinem Gegenüber jemals begegnet zu sein. Früher waren die Bewohner fast ausschließlich männlich, doch zum Glück hat inzwischen längst auch das weibliche Geschlecht die Schönheit der Insel entdeckt.

Doch warum haben sich eigentlich all diese Leute für einen Verbleib im Land des Forums entschieden? Die Antwort ist simpel und diese herauszufinden war dennoch ziemlich schwer. Alle „User“ sind Eisbärenfans und ergötzen sich am Zusammenspiel zwischen Tier und Natur. Nicht immer behält der Eisbär bei diesem Schauspiel die Oberhand, aber für Spaß ist in jedem Falle gesorgt.

Doch wie so oft, kann keiner der Bewohner von der Hand in den Mund leben. Er ist von Jahr zu Jahr auf Spenden der Firmen des Festlandes angewiesen. Wenn das Geld auf Sendung ist, hat das Zwischenmenschliche Funkstille.

So bettelte er förmlich um Unterstützung und trotzdem erstickten seine Hilferufe in den Weiten der Donau. Doch jammern und aufgeben gilt nicht, denn ein echtes Eisbärenherz hört niemals auf zu schlagen.

Wie schnell sich im Sport die Dinge ändern können, stellte die Pressekonferenz vom 15.04.2008 eindrucksvoll unter Beweis.

Das Gewitter, welches danach über die Insel hereinbrach, hinterließ äußerst schwere Verwüstungen. Das Schicksal über den zukünftigen Fortbestand dieser Plattform steht von einer Sekunde auf die Andere in den Sternen, zumal alle Bewohner den Schock erstmal verdauen müssen. Nun konnte man die erste Nacht drüber schlafen, oder wie in meinem Falle eben auch nicht. Es wird viel über einen Neuanfang geredet, doch auch hier sind die Meinungen durchaus gespalten. Alles tut noch viel zu weh und jeder muss auf seine Weise lernen, mit dieser traurigen Gewissheit klarzukommen.

Auch diese Geschichte, die vor einigen Tagen eigentlich nur aus guter Laune heraus geschrieben wurde, kommt um ein negative Ende nicht herum, bleibt aber dennoch bewusst in der Gegenwartsform.

Der Profisport mag uns von den Verantwortlichen genommen worden sein, entstandene Freundschaften überdauern dagegen jede noch so große Finanzkrise.
Ich hoffe letztlich darauf, dass die Homepage den Sturm überlebt. Denn für viele User ist diese Plattform tatsächlich zur zweiten Heimat geworden, die dennoch jeden Moment in Luft aufgelöst werden könnte.

Auch ein Umzug auf die Eisradioinsel stellt mehr als nur eine Alternative dar.

So kommunizieren wir munter und unbeirrt weiter. Egal wo, egal ob morgen, nächste Woche oder in zehn Jahren. Wir bleiben dabei!
Und wenn wir nicht gestorben sind, dann schreiben wir noch heute……garantiert!

Letzte Änderung: 15 Mai 2008 18:16 von Lord_Helmchen.

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

Mehr
15 Mai 2008 18:09 #54 von Lord_Helmchen
Oh Mann, was war das am Sonntag für ein Spiel gegen Bietigheim. Selten habe ich so gezittert und gebibbert wie an diesem denkwürdigen Abend. Als einer der Letzten verließ ich die Donau Arena, doch so schnell wie ich mir dies gewünscht hätte, kam ich nicht zuhause an. Zwischen der Tür zum Vip-Raum und der großen Herrentoilette nahm ich ein leises, aber dennoch unverkennbares Winseln war.

Es schien von der rechten Seite zu kommen, also etwa auf der Höhe des Blocks B10. Je näher ich kam, desto lauter wurde das Schluchzen und ich beschleunigte meine Schritte. Hatte hier etwa ein Kind seine Eltern verloren, oder irgendjemand einen wichtigen Gegenstand?

Als ich direkt unter dem Fanblock stand, traute ich plötzlich meinen Sinnen nicht. Vor mir hockte das Abstiegsgespenst und seine Augen waren vom vielen Weinen ganz rot geworden. Sofort, nachdem es mich entdeckt hatte, wischte es sich die Tränen aus dem Gesicht und bemühte sich eifrig darum, gewohnt trotzig zu schauen.

„Hey, was glotzt Du denn so?“

„Warum weinst Du denn?“

„Hab ja gar nicht geweint! Und jetzt zieh Leine.“

„Es hat doch alles geklappt und der EVR bleibt in der zweiten Bundesliga!“

„Bist Du so doof, oder tust Du nur so? Das ist ja gerade das Schlimme! Wir kennen uns doch, oder? Warst Du nicht der Typ, dem ich in einer frostigen Nacht mal so einen richtigen Schrecken eingejagt habe? Ende Januar war das, so weit ich mich erinnern kann. Das war ein Spaß und die Welt noch in Ordnung, doch diese Zeiten sind längst vorbei!“

„Mir hat das Ganze weniger gut gefallen, da die Eisbären zu diesem Zeitpunkt noch Tabellenletzter waren und nur wenig Hoffnung auf Besserung bestand.“

„Hör mir bloß mit der Hoffnung auf!“

„Jetzt erzähl erstmal, warum Du so traurig bist.“

„Dann streng doch mal deine grauen Zellen an. Ich habe mich hier so richtig wohl gefühlt und im Leben, oder besser gesagt im Traum, nicht mehr daran gedacht, dass die Regensburger doch noch die Kurve kriegen. Dann kam Igor der Schreckliche und auch der Typ im Tor schien mir plötzlich wie verwandelt zu spielen. Ich wurde daraufhin sehr böse und klemmte dem einen oder anderen Spieler in der Kabine heimlich einen Nerv ein. Dafür schäme ich mich schon etwas, denn geholfen hat das Ganze nichts. Selbst vier Verteidiger reichten letztlich aus. Eigentlich müsste ich schon längst in Landsberg wohnen, aber es hat mir hier so gut gefallen, dass ich heimlich da geblieben bin. Die Donau Arena macht Gespenster glücklich, heißt es selbst im Kollegenkreis. Geschlossenes Stadion, ab und an mal ein kostenloses Länderspiel miterleben, coole Sprecherkabine mit eigenem DJ-Pult. Und jetzt? Vielleicht muss ich fortan in der Lausitz wohnen, oder bis nach Bremerhaven fliegen. In Landsberg ist auch nicht viel los und Ravensburg ist mir ebenfalls viel zu klein. Ich kann ja nicht mal diese Dialekte.“

„Was macht eigentlich Schwester Hoffnung?“

„Ach, die pendelt zwischen den gerade erwähnten vier Städten hin und her.“

„Und dein Bruder? Wie hieß er gleich noch….?“

„Du meinst Bankrott! Naja, der wohnt noch in Regensburg und denkt auch hier bleiben zu können. Aber da soll er sich mal nicht so sicher sein, denn was man so hört, scheinen sich die Finanzen in Regensburg vielleicht doch noch regeln zu lassen.“

„Naja, ich werde Dich zukünftig vielleicht sogar ein bisschen vermissen, aber so ist mir die ganze Situation ehrlich gesagt lieber. Angst habe ich ohnehin keine vor Dir, eher noch vor deinem Bruder. Ich hoffe, er verzieht sich möglichst schnell wieder. Hast Du sonst keine Verwandten?“

„Doch, mein Onkel ist auch ein Abstiegsgespenst, aber der interessiert sich nur für Fußball. Der kennt Regensburg auch ganz gut und hauste für einige Zeit mal im Jahnstadion. Diese Aufenthaltsgenehmigung ist jedoch schon längst abgelaufen. Inzwischen hängt er über Cottbus, zumindest bis letzten Samstag. *g*“

„Hör mal gut zu, ich mache Dir einen Vorschlag: Ich sorge dafür, dass Du so lange in Regensburg bleiben darfst, wie Du willst und im Gegenzug verlange ich, dass Du dafür sorgst, dass zukünftig kein Abstiegsgespenst mehr in der Donau Arena Einzug hält.“

„OK, gebongt, aber wehe Du verarscht mich. Eine Zeitlang war ich nämlich auch im Abensberger Judobereich tätig! Wie willst Du das überhaupt auf die Reihe kriegen?“

„Mein Vorschlag ist eigentlich ganz einfach. Du änderst deinen Namen in Aufstiegsgespenst und hängst die rote Laterne endgültig an den Nagel!“

„Ich hab`s befürchtet, ich muss ein braves Gespenst werden.“

„Deine Entscheidung! Ich könnte ja auch jedem erzählen, dass ich Dich beim weinen erwischt habe, dann hat es sich mit dem Angst einjagen sowieso erledigt.“

„Nun ja, jetzt nach reiflicher Überlegung klingt dein Angebot gar nicht so schlecht. Aber glaube bloß nicht, dass deine Drohung bei mir irgendeine Wirkung gezeigt hätte und ich mich nur so entschieden habe, weil mir der *** auf Grundeis geht. Ich tue dies nur, um meiner Schwester eins auszuwischen. Denn wo es keine Probleme gibt, braucht`s auch die Hoffnung nicht!“

Wir besiegelten unseren Pakt per Handschlag.

Und sollte irgendjemand von Euch hier im Forum, jemals dem Abstiegs-, ähm Aufstiegsgespenst begegnen, erwähnt bloß nichts davon, dass ich Euch erzählt habe, dass es geweint hat…….

Versprochen?

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

Mehr
15 Mai 2008 18:11 #55 von Lord_Helmchen
Oh je, endlich Wochenende!

Arbeiten oder zur Schule gehen ist angesagt, zumindest bei einem Großteil der Leute hier im Forum. Die Arbeits- und Schultage finden bei den meisten Eisbärenfans zwischen Montag und Freitag statt. Der Begriff Werktag kommt schließlich nicht von ungefähr und dient ausschließlich dem Werkeln.

Am Freitagabend beginnt das so genannte Wochenende und soll insbesondere der Erholung und Entspannung dienen. Ein Luxus, auf den viele Zuschauer des Regensburger Eishockeys jedoch in den letzten Wintermonaten verzichten mussten, obwohl am Freitagnachmittag alles noch so gut angefangen hatte??

Schauen wir uns doch nun mal irgendein beliebiges Wochenende der laufenden Saison im Leben eines Eisbärenfans etwas genauer an. Wie geht der normale Start in die Erholungsphase beim durchschnittlichen Regensburger Zuschauer eigentlich vonstatten? Der Tagesablauf am Freitag sieht bei den meisten Anhängern sicherlich noch ähnlich aus:

I. Das Heimspiel

1. Die Vorbereitung

Zuerst kommen die Leute von der Arbeit oder Schule nach Hause und stöbern oft sogar noch im Eisbärenforum herum, ein kurzer Gegnercheck ist selbstverständlich inbegriffen. Dann steigert sich von Minute zu Minute die Nervosität, denn ab 18:30 ist Einlass in die Donau Arena. Um 20 Uhr steht ein Heimspiel des Lieblingsvereins auf dem Programm. Die Vorfreude ist riesig, obwohl die Tabellenkonstellation eigentlich etwas anderes vermuten lässt. Den ersten kleinen Leckerbissen bekommt man oft sogar schon am Parkplatz serviert. Wer ganz früh dran ist, hat noch das Glück, sich ohne Gebühren durchmogeln zu können. Andere parken beim Fitnessstudio und gehen sich zur Donau Arena buchstäblich schlank, sofern sie nicht vorher das FastFood-Lokal um die Ecke besucht haben. Nachdem die Dauerkarte wie beim Discounter gescannt wurde, erfolgt der Einmarsch in die Donau Arena. Als Erstes wundert man sich noch kurz über die Beschriftung der Essensstände. Die Wienerbrezen heißt in der Donau Arena nämlich Brezenwiener. Müsste dann die Wurstsemmel nicht liniengetreu auch Semmelwurst heißen? Egal, denn inzwischen dreht auch die Aufbereitungsmaschine ihre Runden und immer wieder ist man von der Verwandlung der rauen Eisfläche in das spiegelglatte Feld fasziniert.

2. Das Aufwärmen

Kurz noch aufs Klo und dann schön langsam auf den Platz begeben. Die Vorfreude steigt ins Unermessliche und sofort nachdem er seine Bleibe gefunden hat, riskiert der Fan einen Blick ins weite Oval. Er hat noch Zeit und zählt einfach mal die fünfzig anderen Zuschauer durch. Dann wagt er frühzeitig die eine oder andere Prognose, über die mögliche Publikumszahl am heutigen Abend. Eine Kalkulation der Einnahmen durch Eintrittsgelder oder die möglicherweise gebuchte Stadiongaststätte natürlich inbegriffen.
Nun kommen die Akteure zum Warmmachen auf`s Eis. Hier treten aber schon erste Irritationen auf. Auf Regensburger Seite fehlen drei wichtige Spieler und vier Andere. Sofort wird sich bei den inzwischen schon bekannten Nachbarn erkundigt, ob irgendjemand etwas von Verletzungen weiß. Ein allgegenwärtiges Kopfschütteln lässt einen ratlos zurück. Naja, auf den ersten Schock gönnt sich der unkaputtbare Fan erstmal ein Bier, oder beim jüngeren Publikum eine Verdauungsspezi. Jemand der erst kurz vor Spielbeginn kommt, kriegt von den vielen Hiobsbotschaften im Vorfeld häufig gar nichts mit und schont unwissentlich seine Nerven.

Das Aufwärmen selber verläuft dagegen reibungslos. Die Reihen hat der treue Zuschauer in Gedanken schon längst zusammengestellt. Die eigenen Torhüter machen einen guten Eindruck der gegnerische wirkt bei manchem Schüsschen nicht immer konzentriert. Da kann heute ja eigentlich nichts schief gehen und jeder beginnt, von einem rein sportlichen Dreier zu träumen.

3. Der Einlauf

Ein Einlauf ist sicherlich in vielen Fällen äußerst unangenehm. Im Eishockey stellt er dafür einen Höhepunkt des Abends dar. Zuerst begrüßt der Stadionsprecher das Publikum. Der Fan reibt sich nochmals nervös die Hände und fiebert dem baldigen Spielbeginn entgegen. Wieder einmal wird die Zuschaueranzahl in Gedanken errechnet. Dann betritt das heimische Team die Eisfläche. Die Wiener in der Breze wird langsam kalt, denn ich werde umgehend dazu aufgefordert, gefälligst den Nachnamen der einlaufenden Spieler mitzubrüllen, was mir mit vollem Munde der Anstand verbieten würde. Auch hier versucht der Fan jede Auffälligkeit bei den Akteuren zu erforschen. Einer läuft motiviert ein, einer wie beim öffentlichen Eislauf und mancher auch mal gar nicht. Einer aufrecht, der nächste mit hängendem Kopf. Wer klatscht den Eisbär ab, wer nicht? Wer begrüßt welchen Mitspieler besonders herzlich, wer gar keinen? Fragen über Fragen, die vielleicht gar nicht so wichtig sind, aber dennoch immer Platz für Diskussionen lassen.

Dann kommt die gegnerische Truppe aufs Eis. Auch hier wird genau inspiziert. Gibt es Stürmer, vor denen sich die Regensburger Mannschaft in Acht nehmen muss? Ist ein großer, Furcht einflößender Verteidiger dabei? Steht ein Topmann zwischen den Pfosten? Hinkt einer oder wirkt erkältet?

Doch auch nach Abschluss dieser Dinge beginnt das Spiel immer noch nicht. Drei gestreifte Männer quetschen sich plötzlich durch die Plexiglastür, obwohl diese eigentlich schon längst verschlossen war. Ein lautes Pfeifen über dieses ungeheuerliche Verhalten ertönt. Diese merkwürdigen Herren in den schwarz-weißen Trikots lösen bisher unerforschte und auch ungeahnte Spannungen im Kopf eines jeden Fans aus und nicht wenige wundern sich darüber, warum Chip und Chap plötzlich zu dritt sind. Zeit, lange darüber zu grübeln bleibt keine, denn nun beginnen die Gedanken erneut zu kreisen. Einer der Herren hat nämlich rote Streifen auf den Ärmeln und ist oft nicht ganz unschuldig an der Entwicklung des Spiels. Kann in seinem Minenspiel schon etwas über den Matchverlauf gelesen werden? Ist er uns wohlgesonnen? Lächelt er?

?Diese Burschen heißen Schiedsrichter, der mit den roten Streifen sogar Hauptschiedsrichter und unter ihnen muss auch ganz genau unterschieden werden?, erklärt mir mein Nachbar. Es gibt hier sogar welche, die sind so gut genährt, dass sich der sportliche Fan Fragen muss, ob dieser überhaupt das letzte Drittel erlebt, manche sind dagegen so dünn, dass die gleiche Frage aufkommt. Dann wird noch der Name des Schiedsrichters bekannt gegeben und oft wird jegliche Hoffnung auf einen positiven Spielausgang im Keim erstickt. Einigen Fans ist der Name so geläufig, dass sie manchmal sogar wissen, wo sein Auto steht oder wie er sexuell orientiert ist. Andere sind eher unbekannt, erlangen aber nicht selten innerhalb von sechzig Minuten eine zweifelhafte Berühmtheit. Vor Spielbeginn winkt der Hauptschiedsrichter noch den beiden Torhütern zu und testet seine Pfeife. Dann wirft er die schwarze Hartgummischeibe ins Getümmel.

4. Das Spiel

a.) Die Niederlage:
Zum Spiel selber gibt es eigentlich nicht so viel zu sagen. Nach einigen Minuten wird jedem Regensburger Fan schnell bewusst, dass die anders gekleideten Eishockeyspieler, also die Gegner, doch nicht solche Stolperer sind, wie man sich das gewünscht hätte. Das erste Gegentor wird noch als Ausrutscher gewertet, dass zweite mit einigen Bieren auch. Der Schiedsrichter trägt wie so oft seinen Teil an der Niederlage bei. Im Fernsehen laufen zeitgleich die 10 traurigsten Sportmomente. Wäre ich doch daheim geblieben, dann hätte sich die GEZ-Gebühr wenigstens gelohnt.

b.) Der Sieg
Zum Spiel selber gibt es eigentlich nicht so viel zu sagen. Nach einigen Minuten wird jedem Regensburger Fan schnell bewusst, dass die anders gekleideten Eishockeyspieler, also die Gegner, tatsächlich die Stolperer sind, die man sich gewünscht hat. Das erste Tor wird schon gefeiert, das zweite nach einigen Bieren umso mehr. Der Schiedsrichter macht wie so oft bei einem Sieg einen souveränen Eindruck. Im Fernsehen laufen zeitgleich die 10 emotionalsten Sportmomente. Warum zahle ich eigentlich GEZ-Gebühr, wenn ich die auch live erleben kann?

5. Ende des Eishockeyabends

Manchmal gibt es die größten Raupen und schönsten Möpse Deutschlands zu sehen bzw. zu hören.
Also wir bleiben natürlich im Bereich der Mannschaftsfeierlichkeiten und Fangesänge, oder hat hier jemand an was anderes gedacht? Etwa an versaute Schweinereien? Dafür gibt`s ja noch den heutigen Samstag?tssss.

Nun zurück zum Thema! Es gibt nur eine Konstante, die stetig gleich bleibt, nämlich dass jedes Spiel mit einer LaOla-Welle endet. Nur die ausführende Mannschaft steht erst am Ende fest. Dann liegen Freud und Leid eng beieinander und der Heimweg wird zum Triumph- oder Trauerzug. Zuhause angekommen wagt man einen Blick auf die Tabelle. Dann werden alle restlichen Spiele mit drei Punkten multipliziert und nochmals überprüft, wo sich unser Verein am Ende der Saison bei optimalem Verlauf befinden könnte. Beruhigt, dass noch alles möglich ist, steht einem friedlichen Schlaf nichts mehr im Wege.

II. Das Auswärtsspiel für Nichtmitreisende (Mitreisende siehe oben!)

1. Vorkehrungen treffen

Der sonntägliche Nachmittagsspaziergang wird pünktlich um 18 Uhr abgebrochen, damit jeder noch eine halbe Stunde Zeit hat, den Radiosender zu finden, das Eisradio einzuschalten oder alle internetinternen Liveticker zu aktivieren.

2. Der Warmmacher

Der Moderator meldet sich kurz vor Spielbeginn schon mal mit einem kurzen Update. Wer ist verletzt? Wer musste mit Traubenzucker oder Eisbärenleckerlies fit gemacht werden?

3. Die Einblendungen

Bei der ersten Einblendung kommt der fast schon berühmte Satz: ?Schlechte Nachrichten für alle Eisbärenfans? zur Geltung. Dann wird kurz darauf hingewiesen, dass das Spiel nur in einem Drittel stattfindet, nämlich dem eigenen.

Die zweite Einblendung ist dann noch ernüchternder und eine Vorentscheidung gegen die Eisbären schon greifbar nahe. Der Schlafanzug kann folgerichtig vorangezogen werden und die Zahnbürste wird startklar gemacht.

In der dritten Einblendung ist dann bereits die Vorentscheidung gefallen. Der hörbar leidende Radiomoderator weißt trotzdem noch mal darauf hin, dass sich weiterhin zwei Regensburger Akteure auf der Strafbank befinden und zusätzliche Gegentreffer in der aktuellen Schaltung nicht ausgeschlossen werden können. Der Fan huscht in seinen Schlafanzug und putzt sich unmotiviert die Zähne. Dabei macht er sich immer wieder die gleichen Gedanken: ?Was rege ich mich eigentlich noch auf, war doch schon vorher klar, dass Auswärts nichts geht!?

So geht der Regensburger Fan enttäuscht ins Bett. Da er ohnehin durch die tief sitzende Verärgerung keinen Schlaf finden kann, verbindet er einen von vielen nächtlichen Klobesuchen mit dem Videotextabruf des Endergebnisses. Einige ganz starke hängen oft bis zum bitteren Ende vor dem Radio und multiplizieren die restlichen Spiele weiterhin mit drei Punkten. Das Ergebnis wird allerdings immer niedriger und die mögliche Tabellenplatzierung rutscht von Woche zu Woche um einen Stellplatz.

Zuletzt kamen allerdings auch wir Hobbymathematiker auf unsere Kosten, denn die Dreipunkterechnung klappt von Woche zu Woche besser. So klettern die Eisbären derzeit die Tabelle nach oben, wie der Kraxlhuber in Harry Wijnvoords legendärer Spielshow ?Der Preis ist heiß?.

4. Das Wochenende geht zu Ende

Nach zwei nervenaufreibenden Spieltagen freut sich der Zuschauer auf die Arbeit oder Schule und fünf erholsame und entspannende Werktage.

Bis zum nächsten Eisbärenspiel?.!

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

Mehr
15 Mai 2008 18:12 #56 von Lord_Helmchen
?Horrorszenario ist eingetreten: Eisbären müssen den Gang in die Oberliga antreten!?

Keine Sorge, ich bin kein Hellseher oder Tarotkartenleger, aber so könnte trotz aller Wünsche und Hoffnungen demnächst die Überschrift in der hiesigen Tageszeitung lauten.

Die Teilnahme an der Playdownrunde erweist sich von Jahr zu Jahr als russisches Roulette und auch die Regensburger Eisbären werden um diese Schicksalsspiele nach Lage der Dinge nicht mehr herumkommen. Die Chance auf den Klassenerhalt ist natürlich auch dann noch sehr groß, aber mit dem Begriff Abstieg muss man sich trotzdem befassen.

Jeder wird versuchen, im schlimmsten aller Fälle auf seine Art und Weise, diesen Rückschlag zu verarbeiten. Es werden Tränen fließen, aber auch sofort Parolen für einen Neuanfang zu hören sein.

Viele Fans werden auf Nachfragen gereizt reagieren und den Partner, Freund oder Familienangehören darum bitten, ihn vom Thema Eishockey zu verschonen. Andere dagegen werden versuchen, die zahlreichen Internetforen zu meiden, um sich dem Hohn und Spott der mit jedem sportlichen Abstieg verbunden ist, nicht hingeben zu müssen.

Manche werden zugeben, davon überrascht worden zu sein, ein paar haben`s wie immer schon vor Saisonbeginn gewusst.

Dennoch, egal wie die Nervenschlacht um den Klassenerhalt auch ausgehen möge. Jeder wird ob er will oder nicht, den Regensburger Eisbären treu bleiben. Selbst wenn der Verein noch dreimal absteigt und dann auch die Miete der Donau Arena nicht mehr stemmen kann, sehen wir uns bestimmt am zugefrorenen Sarchinger Weiher zum Derby gegen Neutraubling wieder. Wahrscheinlich auch hier noch mit knapp 500 weiteren Schlachtenbummlern.

Sport ist hart und viele Zuschauer mussten im Laufe der Jahre lernen mit Rückschlägen umzugehen, aber im Gegenzug auch, den Augenblick des Triumphes in vollen Zügen zu genießen. Die positiven Zeiten sind nach einer Reihe von Enttäuschungen aber oft zu schnell vergessen, die negativen im zukünftigen Erfolgsfall zum Glück auch.

Viele Fans besuchen die Eishockeyspiele der Eisbären schon über einen so langen Zeitraum, dass sie über gute oder schlechte Momentaufnahmen nur schmunzeln können und die Auf und Ab`s von Saison zu Saison langsam gewöhnt sind.

So stecken wir gerade drin, im letzten und damit aktuellsten Wechselbad der Gefühle.

Zwischen himmelhochjauchzend und zu Tode betrübt lagen bei den Eisbären gerade einmal zwei Spielzeiten. Hat sich nicht jeder durch die hochgepushten DEL-Ambitionen der Verantwortlichen schon in der Kölnarena mit 17.000 weiteren fanatischen Fans stehen sehen?

Nun hat jeden die Realität wieder eingeholt, denn das Gegenteil ist eingetreten. Straubing hat seinen Weg gemacht und die Entwicklung der Eisbären stagnierte, schlimmer noch, es ging kontinuierlich bergab.

Trotz aller Derbymentalität musste sich der Regensburger Zuschauer eingestehen, auch den Straubingern diesen Erfolg zu gönnen, denn gerade kleinere Vereine haben es äußerst schwer im Haifischbecken der DEL zu bestehen. Und selbst wenn es in der Öffentlichkeit wohl weder ein Straubinger, noch ein Ingolstädter Fan jemals zugeben würde, hätten sich alle Beteiligten auch über einen Aufstieg der Eisbären gefreut.

Schließlich verbindet uns alle das Bundesland Bayern und ein Derby ist nun mal in jeder Liga ein besonderes Saisonhighlight.

Für die Regensburger wurde es im Laufe der aktuellen Spielzeit aber noch um einiges dramatischer, als im ohnehin schon kritisch gesehenen Vorjahr. Vom potentiellen Aufstiegskandidaten avanciert man im Augenblick zum Abstiegsfavoriten Nummer eins. Die Kölnarena aus den Träumereien weicht nun möglicherweise der Miesbacher Eissporthalle.

Doch egal was auch passiert, die Spiele der Regensburger werden niemals unbesucht bleiben. Wer einmal ein Eisbär ist, wandert nicht einfach so nach Straubing oder Ingolstadt ab, nur um DEL-Eishockey zu sehen. Er wird sich auf die Oberliga konzentrieren, oder im Falle des Klassenerhalts auf eine mögliche Playoffteilnahme im nächsten Jahr.

Besonders verärgert und dies zu Recht reagiert der Eisbärenfan dieser Tage auf die ständigen Besorgnisbekundungen von Markus Schrör über die Entwicklung der Zuschauerzahlen. Klar, denkt so ein Geschäftsführer, doch jeder Fan für sich ist nun mal auch ein kleines Wirtschaftsunternehmen, welches sich Woche für Woche überlegen muss, ob es lohnenswert ist, das Haushaltsgeld für Eishockey auszugeben.

Dieses ewige Hadern der Verantwortlichen muss endlich aufhören und sich eher wieder in die früheren Lobeshymnen für die stetige Treue des Publikums verwandeln. Regelmäßig befinden sich bei den Regensburger Heimspielen mehr als 2000 Zuschauer in der Donau Arena. Ein Schnitt, der gemessen an der Tabellensituation und der gezeigten Mannschaftsleistung als geradezu sensationell eingestuft werden muss und in dieser Liga anhand der Umstände weiterhin seinesgleichen sucht.

Ohnehin hat die Zeit in Regensburg bei Geschäftsführer Markus Schrör sichtlich Spuren hinterlassen. Dauerhafter Misserfolg zermürbt auch den größten Optimisten und nichts ist mehr zu spüren von der Anfangseuphorie bei Amtseintritt.

Klar, muss er sich viele Fehler ankreiden lassen und trägt zusammen mit Beppo Schlickenrieder letztlich die Hauptschuld an der derzeitigen Misere.

Nüchtern betrachtet, konnte kein Neuzugang in den letzten zwei Jahren eine tragende Rolle bei den Regensburgern übernehmen. Andererseits, musste auch der unverschuldete Absprung zahlreicher Hauptsponsoren kompensiert werden.

Oft wird dieses Detail außer Acht gelassen und viele vergessen, dass es sich beim Finanzspiel Eisbären um keine Wirtschaftssimulation mit einer alles und jeden rettenden ?Game Over?-Funktion handelt. Hier kann niemand einfach so flüchten, denn das Spiel muss bis zum glücklichen oder bitteren Ende weitergehen. All das muss ohne große Risiken funktionieren und über den gesamten Saisonverlauf hinweg mit der Kalkulation des Geschäftsführers im Einklang stehen.

Auch Schrörs Minenspiel hat sich in den letzten Wochen grundlegend verändert. Wer sich an das strahlende Gesicht aus erfolgreichen Zeiten, oder den Gefühlsausbruch beim Erreichen der Playoffs im Vorjahr zurückerinnert, wird wissen, was ich meine.

Schrör hat dem Eishockeystandort Regensburg und nicht zuletzt dem Unternehmen Eisbären, sowohl als Mensch, als auch durch den Geschäftsführerposten viel gegeben. Keiner wollte den krisengeschüttelten, regelmäßig vor dem Konkurs stehenden Verein übernehmen. Schrör scheute sich nicht davor neue Wege zu gehen, um das sinkende Schiff wieder auf Kurs zu bringen, was ihm entgegen aller Skepsis auch für einige Zeit gelang.

Markus Schrör wurde zum Eisbärenretter und die Euphorie um seine Person so groß, als hätte er soeben ?Regensburg sucht den Superstar? gewonnen. Aber wie so oft im Leben folgen auf Siege auch Niederlagen. Denn wenn nicht ein Hit nach dem anderen gelandet werden kann, verliert selbst der hellste Stern an Leuchtkraft und vergangene Erfolge werden schnell vergessen. Im Volksmund wird Markus Schrör gerne mal als ?Verantwortlicher? bezeichnet und musste im Laufe dieser Spielzeit so viel davon übernehmen wie selten zuvor.

Inzwischen hat sich die frühere Begeisterung des Geschäftsführers jedoch in Rat- und Hilflosigkeit verwandelt. Fast wie ein Staubsaugervertreter, der weiß, dass sein Gerät nicht funktioniert, arbeitet Schrör weiterhin fieberhaft daran, den Eishockeystandort Regensburg publik zu machen, um weitere, vielleicht noch unentdeckte Sponsoren aufzustöbern.

Doch Schrör hat sich gewandelt. Durch die vielen Unmutsäußerungen der Fans in den vergangenen beiden Spielzeiten sah er die Zuschauer mehr als Kritiker, denn als die Freunde der Vergangenheit an. Er zog sich immer mehr zurück und nichts blieb mehr von der offenen Informationspolitik früherer Zeiten übrig.

Als Geschäftsmann ist Schrör sicherlich für die Zukunft des Regensburger Eishockeys, schon aufgrund seiner zahlreichen Kontakte, ein durchaus wichtiger und entgegen vieler Meinungen auch weiterhin mehr als nur tragbarer Faktor.

Was die Eisbären dagegen viel dringender benötigen, ist ein Koordinator für die sportlichen Aspekte. Jemand, der viele Drähte zu anderen Clubs hat, der stetig im Eishockey aktiv war, die Liga genau einschätzen kann und einen guten Spieler nach den ersten Trainingseindrücken erkennt. Ob Igor Pavlov hierbei ein möglicher Kandidat wäre, wird sich bei einer denkbaren Vertragsverlängerung des Letten in der neuen Spielzeit herausstellen.

Um einen solchen Vertrag unter Dach und Fach zu bringen, ist allerdings ein Geschäftsführer gefragt, der sich zurückerinnert, an die vielen Begegnungen, die er mit den Fans und Sponsoren hatte. Einer, der seinen inneren Schweinehund besiegt und die Rückschläge der Vergangenheit verdaut. Der Kritik annimmt und respektiert, selbst dann, wenn er sie nicht immer akzeptiert. Der den Fan jederzeit über die Lage der Dinge aufklärt und sich nicht in sein Schneckenhaus zurückzieht, nur um Missverständnisse zu vermeiden.

Jemand, der nicht gleich trotzig reagiert, sondern mit so viel Euphorie an die Sache ran geht, als hätte er soeben erst sein Amt angetreten. Eben einer, der vielleicht früher gar nichts mit Eishockey am Hut hatte, sich aber vom Fieber dieses Sports anstecken ließ und im Laufe der Zeit selbst ein Eisbär wurde. Eine Person, die entgegen zahlreicher Meinungsverschiedenheiten mit den Fans noch immer in einem Atemzug mit dem Wort Vertrauen genannt werden darf. So jemand, wie der neue, alte Markus Schrör zum Beispiel.

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

Mehr
15 Mai 2008 18:13 #57 von Lord_Helmchen
?Fußball ist unser Leben? heißt es in einem bekannten Liedtext.

?Eishockey ist unser Leben? lautet dagegen das Motto für die vielen Fans der Vereine in den deutschen Eishockeyligen. An der Vormachtstellung des Fußballs in unserem Land, können jedoch auch diese Fangruppierungen nicht rütteln.

Die Gründe hierfür liegen weniger an der Sportart an sich, als vielmehr an den negativen Randerscheinungen in den Strukturen.

Im Fernsehen finden Eishockeyhöhepunkte beinahe überhaupt nicht mehr statt und viele, die kein Pay-TV besitzen kennen die Einzelheiten dieser Sportart nur vom Hörensagen. Im Gegensatz dazu setzt wohl selbst die rhythmische Sportgymnastik zu einem Höhenflug an. Die Beliebtheitstendenz des Eishockeys befindet sich seit mehreren Jahren im freien Fall.

Viele Kuriositäten tragen ihren Teil zur aktuellen Lage bei. So hätten die Moderatoren von mystischen Fernsehsendungen ihre helle Freude an der Entwicklung des deutschen Kufensports. Nicht nur, dass sich diverse Städtenamen scheinbar spurlos aus dem Staub machten, nein, sogar ganze Ortschaften sind plötzlich von der Eishockeylandkarte verschwunden.

So, wie überraschenderweise Raider einfach in Twix umgewandelt wurde, hieß München fortan Hamburg. Dass alle Bewohner von München ihre Sachen packen und nach Hamburg umsiedeln, hätten die Verantwortlichen sicherlich gern gesehen, konnte aber schließlich nicht realisiert werden.

Andere Anhänger haben dagegen noch viel größere Probleme, da sie zuweilen gar nicht genau sagen können, für welche Stadt ihre Mannschaft aufläuft.

Wer kein eingefleischter Eishockeyfan ist, wird den Städtenamen Düsseldorf zwar noch im Atlas finden, in der Tabelle der DEL sucht er danach meist vergeblich. Da gibt es nur noch die DEG Metro Stars, die mehr oder weniger zufällig in Düsseldorf sitzen.

Im Jahre 2020 könnte auch der FC Bayern München schon als FC Allianz auflaufen und aus Helmi`s Eisradio ertönt möglicherweise das Drittelergebnis zwischen den Sinupreter Rotzlösern und den standhaften Viagranern.

Bei der Namensgebung von Spielstätten kann diese Entwicklung ja noch nachvollzogen werden, da es eigentlich nicht so wichtig ist, ob die Partien in der Color Line Arena oder der Hamburger Eissporthalle ausgetragen werden, beim eigentlichen Mannschaftsnamen wird aus Spaß aber Ernst.

Eine Folge der dauerhaften Unglaubwürdigkeiten des Eishockeysports ist im Gegenzug dann wieder der Verlust anderer Sponsoren. Doch auch hier muss unterschieden werden, denn nicht jeder Sponsor tut dem betreffenden Verein auch gut. Viele werden nämlich mit der Zeit so einflussreich, dass die Mannschaft schon vom Geldgeber aufgestellt wird und der Trainer zum Statisten verkommt. So könnten in einigen Jahren auf dem Spielberichtsbogen des neugegründeten EHC McFastFood mit Sitz in Köln die Akteure McDonald im Tor, McNevin und McDougall in der Verteidigung, sowie McLoud, McPherson und McLLwain im Sturm vermerkt sein.

Auch hinter den Kulissen hat sich einiges geändert. Während früher die Trainer in Absprache mit dem Geschäftsführer die Mannschaft zusammenstellten, ergänzen heutzutage vielerorts noch ein sportlicher Leiter, ein Co-Trainer und ein Torwarttrainer das Gespann. Oft hat der hauptverantwortliche Coach gar keinen Einfluss mehr auf das ihm zur Verfügung stehende Spielermaterial, da der sportliche Leiter für diese Dinge verantwortlich ist. So reicht man im Falle des Misserfolgs gerne mal die Schuldzuweisungen weiter. Der Coach gibt an, nicht für den schwachen Kader verantwortlich zu sein, während der sportliche Leiter die Qualität der Mannschaft als durchwegs Playoff-Tauglich bezeichnet. Einige wenige Vereine zeigen, dass es auch noch anders geht und setzen weiterhin auf die alten Strukturen. So sparen sie sich drei Gehälter und investieren diese Summen lieber in die Kaderplanung. Natürlich ist in manch größeren Städten eine solche Sparverantwortlichkeit aufgrund des hohen Arbeitsaufkommens nicht realisierbar, doch auch der inzwischen stark angeschlagene Standort Regensburg zeigte in dieser Konstellation erfolgreiches Eishockey.

Vor gut zwei Jahren entschloss man sich, die Aufgaben im Zuge der Professionalisierung auf mehrere Schultern zu verteilen. Während diese Maßnahme für DEL-Vereine wohl unumgänglich ist, blieb die Umstrukturierung bei den Eisbären bisher fruchtlos.

Es kam sogar noch schlimmer, denn auch die Entscheidungen der Folgezeit sorgten für reichlich Diskussionsstoff. Im Hinblick auf die Zukunft könnte sich die Verpflichtung von Igor Pavlov dagegen als durchaus richtungsweisend herausstellen, vorrausgesetzt, er verlängert seinen Kontrakt.

Pavlov gilt als akribischer Arbeiter und was noch viel wichtiger ist, er äußert seine Meinung mit Bedacht und bedingungsloser Konsequenz. Zudem sind seine Spielerkenntnisse und vielen guten Kontakte unbestritten. Grundlegende Kaderveränderungen sind im neuen Jahr unter Pavlov also sicherlich vorprogrammiert, da er bei der Zusammenstellung der Mannschaft keinerlei Wagnisse eingehen wird. So könnte er das Regensburger Eishockey wieder in geordnete Bahnen lenken und die Rollenverteilungen klar definieren.

Diese liefern auch bei anderen Vereinen viel Grund zu Diskussionen. Teilweise nehmen selbst Geschäftsführer ohne Trainerschein schon Einfluss auf die Geschehnisse der Eisfläche und oft wird ein Coach auch nach einer Reihe von Siegen willkürlich entlassen.

Merkwürdigkeiten über Merkwürdigkeiten. Da kann aber ausnahmsweise sogar mal der Fußball mithalten. So führte Jürgen Klinsmann die deutsche Nationalmannschaft bei der Weltmeisterschaft im eigenen Land als Teammanager zu Platz drei. Vom eigentlichen Trainer Joachim Löw sprach dagegen keiner mehr. Dieser hat sich jedoch inzwischen, wie jeder weiß, selbst in den Vordergrund arbeiten können.

Nun aber wieder zurück zum Eishockey. Zwar schwang sich die Qualität des deutschen Eishockeys aufgrund der unzähligen Überseeimporte in den letzten Jahren in ungeahnte Höhen. Das Negative daran ist, dass ein DEL-Meister gerade wegen der vielen Kontingentspieler im Team nur mitnichten als deutscher Meister bezeichnet werden darf und immer weniger Anhänger sich mit ihrer Mannschaft identifizieren können und wollen.

Entfliehen kann diesen fragwürdigen Machtspielchen keiner, denn die DEL wurde eines Tages geschlossen, so dass keine andere Stadt mehr rein oder raus durfte.

Die Zuschauer in der DEL und der zweiten Bundesliga blieben aus, da jegliche Motivation ohne Saisonziel abhanden gekommen war.

Ab dem kommenden Jahr gibt es zumindest wieder einen Auf- und Absteiger, was einen kleinen Lichtblick im dunklen Eishockeytunnel darstellen dürfte.

Doch selbst, wenn der sportliche Aufstieg perfekt gemacht wurde, heißt es noch lange nicht, dass der Verein letztendlich in die DEL aufgenommen wird. Dabei hätte es doch jede Mannschaft die sich aus eigenen Kräften die DEL-Zugehörigkeit erarbeitet hat auch verdient, am Spielbetrieb dieser Liga teilzunehmen zu dürfen.

Aber zuerst muss der Neuling einen so genannten Punkteplan erfüllen, der in schwierigen Fällen einen Stadionneubau zur Folge hat. Früher hieß es noch Sitzplätze raus, aber inzwischen sind fast überall die Stehplätze verschwunden. Unter der übertriebenen Familienfreundlichkeit leidet aber nun mal die Stimmung. Ein Umstand, der jedem zwar gefühlsmäßig bei Beginn des Spiels sofort klar wird, aber trotzdem nicht mehr zu ändern sein dürfte. Wieder mal orientierte man sich am vorbildlichen Amerika, ohne die europäische Mentalität zu berücksichtigen.
Lässt der sportliche Aufsteiger auch diese Hürde hinter sich, ist er zwar bisweilen hoch verschuldet, aber dafür in der DEL angekommen.

Andere stellen trotz Erreichen der PlayOffs von vornherein klar, daß ein Aufstieg für sie aufgrund der hohen finanziellen Anforderungen nicht in Frage kommt, freuen sich aber zumindest darüber, nicht abgestiegen zu sein.

Noch viele weitere verbesserungswürdige Kleinigkeiten machen die Attraktivität des Eishockeys zunichte. Das Unverständnis bei den Zuschauern wächst auch durch die schwer durchschaubaren Förderlizenzregeln weiter. Kleinere Vereine mussten lernen, dass jemandem gute Beziehungen nicht nur im Privatleben weiterhelfen.

Derzeit läuft das Förderlizenzgeschäft in der zweiten Bundesliga auf Hochtouren. Fast alle Zuschauer sehen Woche für Woche ein komplett umgekrempeltes Team auf heimischem Eis.

Wie kann man sich das ganze in der Realität vorstellen? Ist es etwa so, dass vor jeder DEL-Arena ein kleiner Zeltplatz errichtet ist, wo die Förderlizenzspieler mit ihren Familien hausen, drei verschiedene Bahntickets im Schlafsack und jederzeit bereit, alle überlebenswichtigen Sachen zu packen und von einem Tag auf den anderen in die nächste Stadt zu ziehen?

Eine Dauerlösung sind diese Umstände sicherlich nicht und die sinnvolle Grundidee der Förderlizenzregel wird hierbei nur mitnichten erfüllt. So freut sich der ausleihende Verein eher darüber, einen kostenlosen Kaderfüller zu erhalten, anstatt den Spieler dauerhaft in die Mannschaft oder gar in eine verantwortungsvolle Position innerhalb des Teams einzubinden. Auch der Ausleiher ist hier nicht ganz schuldlos, da er seine zukünftigen Stars oftmals über Nacht wieder zum Mamaverein zurückbeordert.

Verträge sind im Eishockey anscheinend sowieso nicht mehr wirklich bindend. So wechseln Spieler plötzlich aus familiären Gründen von einem deutschen Verein zurück nach Kanada und tauchen drei Wochen später bei einer anderen Mannschaft wieder in Good Old Germany auf.

Auch die diese Woche endende Wechselfrist sorgt immer wieder für einen faden Beigeschmack. Die Spielervermittler winken auf dem großen Wühltisch ?Transfermarkt? geradezu mit Rabattcoupons und Akteuren zum Schnäppchenpreis. Viele Vereine rüsten noch einmal so richtig auf. Fast wie in den letzten drei Tagen bis zum Silvesterabend, wird ein Knaller nach dem anderen an Land gezogen. Kurze Zeit später muss man feststellen, dass nicht jeder Kracher zündet und sich oft sogar als Rohrkrepierer herausstellt, der dann allerdings vom Umtausch ausgeschlossen ist.

Auch die alljährlichen Ausleihgeschäfte von Kontingentspielern aus DEL-Teams, die keinen Playoffplatz mehr erreichen können, an Mannschaften aus der zweiten Bundesliga, sollten allmählich ein Ende nehmen.

Alle diese Dinge tragen dazu bei, dass sich der Eishockeysport in Deutschland nur schwerlich aus seinem Tief herausbewegen wird. Mit der Einführung der Auf- und Abstiegsregelung konnte nun zumindest eine längst überfällige Verzahnung zwischen DEL und zweiter Bundesliga wieder hergestellt werden.

Ein kleiner Schritt für einen DEL-Geschäftsführer, aber vielleicht auf Dauer ein Großer für die Wiedergeburt des Eishockeys in Deutschland.

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

Mehr
15 Mai 2008 18:14 #58 von Lord_Helmchen
Lord_Helmchen antwortete auf Ghostbusters!
Ich bin ein Fan der Regensburger Eisbären und gehe heute nach der Pressekonferenz in Gedanken verloren ein bisschen spazieren. Ich lasse die Ereignisse des Tages mit gemischten Gefühlen Revue passieren. Ein Sturm tobt in Regensburg und dunkle Wolken fegen eisigen Regen über die Stadt hinweg. Die Donau Arena am Fuße der mächtigen Walhalla wirkt wie ausgestorben. Aber plötzlich merke ich, dass etwas nicht stimmt, denn drinnen bewegt sich jemand. Es ist ein kleines Wesen, doch ich kann nicht genau sagen, was es sein könnte.

Mist, es hat mich entdeckt. Ich muss schnell??.

?BBBUUUHHHHH!!!!!

Na, jetzt hat`s Dich gerissen, oder? Was haben wir denn hier, einen Eisbärenfan?hehe!

Gib`s zu, Du bist doch auch so einer, der nach einer Eishockeyniederlage nach Hause kommt und dann großkotzig in der Familie verkündet, dass es Dir langsam wurscht ist, ob der EVR verliert, oder nicht!

Aber in deinem tiefsten Innern bist Du ein ganz großes Weichei und hast unheimliche Angst vor mir.

Entschuldigung, aber ich muss mich ja noch vorstellen: Ich bin das Abstiegsgespenst. Jedes Jahr übersommere ich in einer anderen deutschen Eishockeystadt. Viele Plätze habe ich schon gesehen. Freiburg, Kaufbeuren, Rosenheim und zuletzt lebte ich im schönen Dresden.

Jeder sagt immer, dass er sich nicht vor mir fürchten würde, doch wenn der Tag der Entscheidung kommt brechen alle Dämme. Selbst die tätowiertesten Männer und maskulinsten Frauen habe ich schon zum Weinen gebracht.

Oft werde ich bereits Wochen vor meinem eigentlichen Auftritt in den Gazetten angekündigt. Obwohl ich nur fliegen kann heißt es immer ?Das Abstiegsgespenst geht um?.

Im Winter habe ich keine feste Bleibe. Manchmal muss ich von Spieltag zu Spieltag in ein anderes Stadion ziehen. Am Freitag meistens so gegen 23 Uhr, am Sonntag schon ab 21 Uhr. Aber da es um diese Jahreszeit bereits sehr früh dunkel wird, sehe ich auf meinen Reisen oftmals meine Hand vor den Augen nicht.

Deshalb gibt mir unser Meister immer eine rote Laterne mit auf den Weg, die ich später unters Hallendach meiner neuen Bleibe hänge.

Jetzt bin ich schon längere Zeit in Regensburg und wenn ich mir die jüngsten Entwicklungen so anschaue, werde ich hier auch noch einige Zeit verweilen. Doch es gibt noch einen viel schlimmeren Zeitgenossen als mich, nämlich meinen Bruder. Du kennst ihn bestimmt auch, denn er heißt Bankrott.

Wo er auftaucht, bleibt nur Verwüstung zurück und die Leute kommen aus dem Weinen gar nicht mehr heraus. Meistens treten wir sogar gemeinsam auf und hinterlassen nur Chaos und Entsetzen. Na, jetzt haste aber so richtige Angst, was?

Achso, du kennst Bankrott schon und mich auch. Naja dann weißt du ja, was Regensburg erwarten könnte, wenn einer von uns beiden noch mal hier zuschlägt. Natürlich gibt es eine Möglichkeit, uns los zu werden, aber dies gelingt nur in seltenen Fällen.

Komm näher, dann verrate ich Dir, wie`s geht:
Jede Stadt hat ihre Geisterjäger, die versuchen den Puck im Tor zu versenken. Nur, wer das am Besten auf die Reihe bekommt und selber keine Treffer kassiert, ist in der Lage, uns zu vertreiben. Vergiss es, Du brauchst gar nicht dran zu denken, dass Regensburg das noch auf die Reihe kriegt!

Eigentlich sind wir sogar drei Geschwister, doch für meine Schwester schämen wir uns beide. Diese sorgt dafür, dass die Menschen aufhören zu weinen und wieder neuen Mut schöpfen. Sie heißt Hoffnung und wagt gerne mal einen Neuanfang.

Du brauchst aber gar nicht glauben, dass die Hoffnung auch dir behilflich ist, dafür sind deine Geisterjäger viel zu schwach, zumal ihr jetzt auch noch einen eurer besten, nämlich den Rory verloren habt.

Ervin, Niklas, Sven und Jason haben zwar in den letzten Jahren dafür gesorgt, dass ihre Spielstätten keine Abstiegsgespenster mehr gesehen haben, doch diese Zeiten scheinen längst vorbei zu sein.?

Ding Dong???.

?Warte mal kurz, ich bin noch nicht fertig mit Dir, es hat bloß gerade an der Tür geklopft.?

Plötzlich wird die Donau Arena hell beleuchtet und eine weiße elfenartige Gestalt huscht auf die Eisfläche.

?Na mein Bruderherz, versuchst Du mal wieder jemandem Angst zu machen? Nur weil Du letztes Mal in Dresden zugeschlagen hast, brauchst Du nicht zu glauben, dass es Dir die Regensburger auch so einfach machen werden.?

?Warst heute nicht auf der Pressekonferenz mein liebes Schwesterchen? Der Rory ist weg und das Geld ist ebenso knapp. Von Regensburg ist keine Gegenwehr mehr zu erwarten!?

?Ich muss zugeben, dass Dir der heutige Tag in die Karten gespielt hat, und Regensburg nur ein Wunder retten kann. Aber vergiss nicht, dass ich die Menschen selbst im Ernstfall nicht alleine lasse und ihnen immer unter die Arme greifen werde. Schließlich bin ich noch am Leben, wenn Du schon längst Tod bist. Denn jeder Bewohner von Regensburg weiß: Die Hoffnung stirbt zuletzt!?.

Plötzlich stehe ich wieder vor der Donau Arena. Es muss wohl alles ein schlimmer Traum gewesen sein, doch die Tatsachen aus der Pressekonferenz bleiben Realität und die Angst um den Klassenerhalt spüre ich immer noch.

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

Mehr
Ladezeit der Seite: 0.467 Sekunden