Hamburg (ots) - Auf den Trasks lastet ein Familienfluch: Eifersüchtig darauf, dass der Vater seinen Halbbruder Adam vorzieht, versucht Charles diesen zu töten. Jahre später schwängert er Adams wunderschöne, aber abgrundtief böse Frau Cathy. Während der nichtsahnende Adam mit ihr von Connecticut nach Kalifornien übersiedelt, um ihr im Salinas-Tal einen "Garten Eden" zu errichten, entscheidet sich Cathy für einen anderen Lebensweg. Sie schießt auf ihren Mann und lässt Adam mit neugeborenen Zwillingen zurück, um fortan selbstbestimmt zu leben. In der nachfolgenden Generation ist es Caleb, der verzweifelt um die Liebe seines Vaters Adam kämpft und damit den Tod seines Zwillingsbruders Aron verschuldet.

Ein Teufelskreis aus Eifersucht, Zorn, Rache und Schuld. Ist das Böse vererbbar? Kann es von Geburt an in uns stecken? Der amerikanische Schriftsteller und Literatur-Nobelpreisträger John Steinbeck erzählt in seinem 1952 veröffentlichten Epos "Jenseits von Eden" in Variationen die biblische Geschichte des Brudermords, das Schicksal Kains und Abels, neu, um das Urmenschliche zu ergründen: "Wir haben nur eine einzige Geschichte. Alle Romane, alle Gedichte sind begründet auf den nie endenden Wettstreit in uns selbst, den Kampf zwischen dem Guten und dem Bösen," so John Steinbeck.

Durch die Verfilmung von Elia Kazan aus dem Jahr 1955, mit James Dean als "Cal" Trask, wurde "Jenseits von Eden" zur modernen Legende, obwohl der Filmklassiker nur den letzten Teil des Romans erzählt. Die vom Norddeutschen Rundfunk neuproduzierte Hörspielserie umfasst die gesamte Handlung der 700 Seiten langen Familiensaga - vom amerikanischen Bürgerkrieg bis zum Ersten Weltkrieg, von der Ostküste in den Wilden Westen. Steinbeck erzählt darin auch die Geschichte seiner Großeltern, den Hamiltons, die Mitte des 19. Jahrhunderts von Nordirland in die Vereinigten Staaten auswanderten, und setzte seinem Geburtsort Salinas ein literarisches Denkmal.

Christiane Ohaus hat den Stoff bearbeitet und im NDR Hörspielstudio in Hamburg inszeniert. Dramaturgie und Redaktion: Michael Becker für die NDR Radiokunst. Schauspieler Ulrich Noethen übernimmt die Rolle des Erzählers. In weiteren Rollen spielen Thomas Loibl als Adam Trask, Maja Schöne als Cathy, Nils Kahnwald als Caleb, Sebastian Blomberg als Charles und Felix von Manteuffel als Samuel Hamilton. Für den Soundtrack konnte Christiane Ohaus die US-amerikanische Pianistin, Sängerin und Komponistin Stephanie Nilles gewinnen. Neben zahlreichen instrumentalen Motiven steuerte Nilles exklusiv für die Hörspieladaption von "Jenseits von Eden" acht Songs bei, die Setting und dramatische Momente der Handlung lebendig werden lassen. Komplettiert durch das expressive Artwork von Illustratorin Rumi Benecke wird NDR Kultur kommende Ostern den großen Klassiker von John Steinbeck zuerst online präsentieren - im Podcast "NDR Hörspiel Box" und in der ARD Audiothek. Alle Informationen unter www.ndr.de/jenseitsvoneden

Als Podcast: 16 Folgen (ca. 30 Min.), ab 1. April bis 30. Juni in der NDR Hörspiel Box

Im Radio: 8 Folgen (ca. 60 Minuten) mittwochs am 7., 14., 21., 28. April sowie am 5., 12. und 19. Mai, jeweils um 20.00 Uhr sowie am Donnerstag, 13. Mai, um 18.00 Uhr auf NDR Kultur