Montag, September 06, 2010
Regensburg - Zwei echte Schlagerspiele stehen für den EV Regensburg am kommenden Wochenende auf dem Programm. Mit dem TSV Peißenberg und dem TSV Erding sind gleich zwei Konkurrenten um die letzten Playoffplätze in der Donau Arena zu Gast.

Die ersten zwei Akte eines vierteiligen Krimis nehmen dann ihren Lauf. Ob es hierbei wirklich ein Happy End gibt, steht jedoch erst am Ende der aktuellen Runde fest.

Während sich in der Vorwoche alle Geschicke noch um den Eishockeysport drehten, wurden dieser Tage oftmals vergangenene Mathematikstunden aufgefrischt. Jeder Fan musste dabei seinen Taschenrechner auf Vordermann bringen, um alle Eventualitäten abzudecken. Doch egal wie man die Ausgangslage auch betrachtete, ein durchwachsener Saisonausklang wird den Regensburgern nicht mehr helfen können.

Es muss nun eine Siegesserie gestartet werden, die im Optimalfall bis zum Ende der Spielzeit andauert. Nur so ist man noch seines eigenen Glückes Schmied und würde die Playoffteilnahme ohne gegnerische Schützenhilfe sicherstellen.

Für eine spannende Endphase ist also gesorgt und viele von uns sollten den Frust der vergangenen Tage einfach über Bord werfen. Seien wir doch mal ehrlich: Sind solche Ausgangslagen nicht jene, die die Attraktivität einer jeden Sportart ausmachen?

Auch von offizieller Seite will man sich nicht kampflos in das drohende Schicksal ergeben. Mit der kurzfristigen Verpflichtung von Christian Setz könnte man vielleicht sogar die Torgefahr in die Donau Arena zurückbringen. Die Verantwortlichen haben ihren Willen gezeigt und nun wohl alle möglichen Register gezogen.

Die Entscheidung fällt aber wie immer ausschließlich auf der Eisfläche und hier müssen die Spieler ihren Teil zum Erfolg beitragen. Wunder kann natürlich keiner vollbringen und sollte trotz hundertprozentigem Einsatz am Ende eine Niederlage auf dem Spielberichtsbogen stehen, wird sich auch das Regensburger Publikum mit der Situation abfinden können.

Überhaupt darf man sehr gespannt auf die Kulisse sein. Während viele Zuschauer über die zuletzt gezeigten Leistungen verständlicherweise verärgert reagierten, versuchen andere mit all ihren Möglichkeiten, die Begeisterung für den EV Regensburg aufrecht zu erhalten. Dieses stete Engagement für den Verein ist gar nicht genug hervorzuheben und man kann vor so großer Motivation nur den Hut ziehen. Das neueste Projekt steht auch schon in den Startlöchern und am Freitag soll sich die Donau Arena bereits um 19.45 in ein Tollhaus verwandeln.

Aus persönlicher Sicht hoffe ich natürlich darauf, dass alle aktuellen und ehemaligen Fans des EV Regensburg die Zeichen der Zeit erkannt haben und den Verein am Freitag gegen Peißenberg lautstark unterstützen. Auch unsere Gäste wissen um die Brisanz der Partie und reisen mit eigenem Fanbus in die Oberpfalz ein. Es wird ein Eishockeyfest mit offenem Ausgang erwartet.

Mal sehen, ob der erste Akt beim Regensburger Publikum für Beifallsstürme oder Bestürzung sorgen wird.